Autor Thema: Heiratsschwindel  (Gelesen 2423 mal)

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Offline amicus

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Heiratsschwindel
« am: 27,Apr,2010, 13:54:20 »
Ich habe hier etwas gefunden was sehr gut zu Lovescam passt!

Zitat
Der Heiratsschwindler moderner Prägung geht weit perfider und gleichzeitig trickreicher vor, als sein Pendant noch vor 20 Jahren. Durch die engmaschiger gewordene Vernetzung des Lebens und die damit einhergehenden weit erhöhten Kommunikationsmöglichkeiten bieten sich neue Wege, um Opfer zu finden.

Ist man einmal auf einen Heiratsschwindler hereingefallen, so scheut man sich häufig, dieses einerseits einzugestehen und andererseits zur Anzeige zu bringen. Aus Scharm oder vielleicht auch verletztem Ehrgefühl heraus schweigt man. Ein Schwindler missbraucht sein Opfer gleich in zweierlei Weise.

Zum einen fügt er dem Opfer einen häufig hohen materiellen Schaden zu, der nicht selten mit dem Verlust sämtlicher Barmittel endet und möglicherweise im Aufnehmen von Schulden gipfelt, zum anderen hinterlässt er einen enormen emotionalen Schaden mit schweren seelischen Problemen, die tiefe Spuren auf lange Sicht gesehen hinterlassen.

In der modernen Zeit muss ein Heiratsschwindler seinem Opfer nicht mehr zwangsläufig die Ehe versprechen. Vielmehr ist es so, dass schon die in Aussicht gestellte Lebensgemeinschaft oder gemeinsame Zukunft häufig ausreicht, um die Opfer finanziell ausbluten zu lassen. Hierbei scheut der Täter keinerlei Tricks, um zum Erfolg zu kommen.

Heute muss man nicht mehr zum Tanztee gehen, um Opfer zu finden, sondern nutzt die vielfältigen Möglichkeiten der modernen Kommunikation. Betrüger finden ihre Opfer beispielsweise mittels Spam-Emails, in denen eine Telefonnummer genannt wird, die in der Regel mit exorbitanten Gebühren verbunden ist. Unter dem Vorwand der angeblichen Sicherheit und Diskretion wird vorgegaukelt, dass lediglich eine erste Kontaktaufnahme über diese Rufnummer erfolgen solle. Tatsächlich werden die Opfer jedoch solange in der Leitung gehalten, bis nicht selten tausende von Euros an Schaden aufgelaufen sind.

Betrüger suchen Ihre Opfer auch ganz gezielt in sozialen Netzwerken sowie in Singlebörsen im Internet. Hierzu werden nicht nur die kostenfreien Börsen abgegrast, sondern auch jene, in denen für Kontakte bezahlt werden muss. Letztendlich betrachtet der Heiratsschwindler dieses als Investition, die sich später wieder amortisiert, wohingegen das Opfer in dem Irrglauben ist, dass jemand, der für eine solche Kontaktierung auch noch einen Mitgliedsbeitrag bezahlt hat, hier nicht in böser Absicht handeln könne.

Natürlich ist auch der althergebrachte Weg über Kontaktanzeigen in Zeitungen oder Magazinen nach wie vor praktikabel und zwar sowohl auf dem Weg des Eigeninserates durch den Heiratsbetrüger als auch auf dem Weg der Antwort auf Inserate.

Als Opfer kommt für einen Heiratsschwindler jeder Mensch in Frage, der einsam ist und sich aktiv um die Partnersuche bemüht. Manchmal sind es allerdings auch Opfer, auf die dieses Attribut nicht in beiden Ausprägungen zutrifft, wie im Fall der Millionenerbin Susanne K., die ganz gezielt von einem Gigolo ausgesucht wurde, um sie letztendlich finanziell und auch emotional ausbluten zu lassen.

Ein modernes Mittel des Betruges ist Lovescam. Über vielfältige Internetsinglebörsen werden E-Mailkontakte zu geeigneten Personen aufgebaut. Schon nach sehr kurzer Zeit behaupten die Betrüger, sich verliebt zu haben und in dem Opfer endlich jene große Liebe des Lebens entdecken zu können, auf die man immer schon gewartet habe. Nach einer kurzen Zeit des Kennenlernens werden mit Hilfe von vordergründig plausiblen Geschichten Gründe offenbart, warum man momentan in einer finanziellen Notsituation ist. Manchmal fragen die Betrüger die Opfer direkt nach Geld, meist ist jedoch so, dass die Betrüger dermaßen geschickt vorgehen, dass sie in Form einer rhetorisch ausgefeilten Darstellung der Problematik am Ende von den späteren Opfern gefragt werden, ob sie, die Opfer, vielleicht helfen könnten. In dem Augenblick ist es bereits zu spät, weil der Betrüger, der scheinbar zunächst auf die Hilfe nicht eingehen wird, relativ schnell doch zustimmt und dann beginnt, das Opfer ausbluten zu lassen.

Die Bezeichnung Bezness ist eine Wortkombination aus dem englischen Begriff Business und dem deutschen Wort Beziehung. Die Beznessfalle wird regelmäßig in Urlaubsgebieten wie der Türkei, Ägypten und vielen weiteren afrikanischen Ländern ebenso angewandt, wie in der Karibik.

Alleinreisende Frauen werden von einem Gigolo angesprochen, wobei sich diese Männer sehr schnell mit den Frauen anfreunden. Die Männer sind einerseits daraus aus, die Frauen möglichst schnell ins Bett zu bekommen und zeigen sich hierbei sehr erfindungsreich und andererseits den Frauen klar zu machen, dass sie sich unsterblich in sie verliebt hätten. Folge dieser angeblichen Liebe soll sein, dass auch die Frauen sich auf eine gewisse Art und Weise in diese Männer verlieben. Hierzu bedarf es in der Regel nur sehr kurzer Zeit, wobei nicht vergessen werden darf, dass die Betrüger tatsächlich unter Zeitdruck stehen, denn der Urlaub ist zeitlich beschränkt.

Sobald das Opfer selber Anzeichen von Verliebtheit zeigt, werden abenteuerliche Geschichten und frei erfundene Ausreden auf den Tisch gelegt, die letztlich dazu dienen sollen, das Opfer willig zu machen, wobei nicht selten zwischen der vorgegaukelten großen Liebe und dem Liebesentzug umgeschaltet wird, oft von einer Sekunde auf die nächste. Ziel dieses Gefügigmachens ist es stets, den Urlauberinnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eine Unterart der Beznessprofis sind jene, die es darauf anlegen, von ihren Opfern geheiratet zu werden, um so einen Zuzug ins goldene Europa zu erlangen und ohne großen Aufwand ein schönes Leben führen zu können. Nicht selten wird hierbei darauf gedrängt, die Frauen zu schwängern, um über die gemeinsamen Kinder eine Aufenthaltsgenehmigung für die EU zu bekommen.

Hatte man früher lediglich die Aussicht auf eine Ehe mit dem Begriff Heiratsschwindel erfasst, so muss man heute weitsichtiger sein, denn neben der Ehe gibt es vielfältige andere Formen einer Lebensbeziehung. Folglich geht der Heiratsbetrüger auch nicht mehr unbedingt von vornherein auf eine gemeinsame Ehe aus, sondern verspricht eine gemeinsame Zukunft, in welcher Lebensform auch immer. Natürlich ist die Ehe als solche als Fernziel nicht ausgeschossen, aber nicht mehr der alleinige Beweggrund.

Häufig schleicht man sich mit Schmeicheleien und sexuellen Handlungen in das Vertrauen der Frauen ein, so lange bis man dort fest Fuß gefasst hat. Danach beginnt die Phase der Probleme. Der geschickte Betrüger wirkt erst bedrückt und will über seine Probleme scheinbar gar nicht reden. Erst nachdem sein Opfer lange nachgefasst hat, rückt er mit der Sprache raus und berichtet von angeblichen finanziellen Problemen oder aber von einmaligen Gelegenheiten zu genialen Geschäftsabschlüssen, für die allerdings im Augenblick das nötige Startkapital fehle. Immer wieder wird dabei betont, dass man dem Opfer mit seinen Sorgen nicht in den Ohren liegen möchte und die Partnerin nicht durch diese Probleme belastet wissen wolle.

Es dauert meist nicht lange, bis das Opfer von sich aus die Initiative ergreift und den Betrügern Hilfe anbietet, so dass es im Nachhinein so ausschaut, als habe das Opfer von sich aus und scheinbar aus eigenem Antrieb gehandelt, als es dem Betrüger Geld gegeben hatte. Den Gestaltungsmöglichkeiten, um die Opfer zu melken, sind dabei keine Grenzen gesetzt und die Betrüger gehen sehr facettenreich und mitunter auch subtil vor, um zum Erfolg zu kommen.


Quelle


http://www.detektei-aplus.de/privat-detektei/heiratsschwindel.htm
Es kann nicht alles ganz richtig sein in der Welt weil die Menschen noch mit Betrügereien regiert werden müssen.

Offline amicus

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Re: Heiratsschwindel
« Antwort #1 am: 27,Apr,2010, 13:56:03 »
Zitat
Die erste Regel sollte sein, ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen und nicht einfach jeder Person aufgrund fadenscheiniger Ausreden Geld zu geben. Wenn Ihnen die Art und Weise des Kennenlernens persönlich schon sehr schnell vorkommt und jemand nach kurzer Zeit schon von der großen Liebe spricht, so sollten Sie hellhörig und vorsichtig werden. Seien Sie noch vorsichtiger und legen Sie ein gehöriges Maß an Misstrauen an den Tag, wenn jemand von Ihnen Geld verlangt und sei es auch mit einer noch so guten Begründung oder aus einer noch so großen Notlage heraus. Jede Notlage lässt sich prüfen, ebenso jede Begründung. Genauso lässt sich die Person prüfen, der man das Geld gibt. Achten Sie darauf, nicht irgendeiner Person, von der Sie nie nähere Daten bekommen haben, Geld zu geben. Bestehen Sie darauf, dass Sie den Ausweis sehen, die Personen in ihrem privaten Umfeld aufsuchen können, um somit die Wohnung und Arbeitsstelle zu verifizieren.

Schicken Sie niemals Geld gegen irgendwelche Versprechen, schon gar nicht über postalische Bargeldtransfermöglichkeiten, wie sie beispielsweise Western Union bietet. Dieser an sich sehr gute Service sollte ausschließlich dann genutzt werden, wenn Sie die Person hundertprozentig kennen und ihr absolut vertrauen können.

Als Single sollte Sie eine gehörige Portion Menschenverstand mit auf den Weg bringen, um vor den Gefahren der Bezness und Lovescam Betrüger gefeit zu sein.



Quelle

http://www.detektei-aplus.de/privat-detektei/heiratsschwindel.htm
« Letzte Änderung: 27,Apr,2010, 13:56:26 von Peter »
Es kann nicht alles ganz richtig sein in der Welt weil die Menschen noch mit Betrügereien regiert werden müssen.

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Re: Heiratsschwindel
« Antwort #2 am: 25,Dez,2011, 20:05:17 »
,,sehr guter Ratgeber,, :-?
wir finden euch